emka's Notizblo(g)ck

(M)ein Sammelsurium und Notizen aus dem großen Fundus des WWW
Nov 13

Diabetes: Zückersüß für die Pharmaindustrie

Zum Weltdiabetestag: Diabetes gilt als Volks- und Zivilisationskrankheit - eine steigende Anzahl von Menschen ist von dieser Störung des Stoffwechsels betroffen. Für die Pharmaindustrie bedeutet dieser Trend wachsende Geschäfte.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pharmaindustrie-milliardengeschaeft-dia...

Nov 13

Diabetes: Zückersüß für die Pharmaindustrie

Zum Weltdiabetestag: Diabetes gilt als Volks- und Zivilisationskrankheit - eine steigende Anzahl von Menschen ist von dieser Störung des Stoffwechsels betroffen. Für die Pharmaindustrie bedeutet dieser Trend wachsende Geschäfte.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pharmaindustrie-milliardengeschaeft-dia...

Oct 15

Petition gegen die Ausweitung der Ausgleichregelung für "stromintensive" Unternehmen beim EEG

Als Befürworter der Energiewende bin ich dafür bzw. sehe ein, dass für den von der Mehrheit gewünschten Wandel die dafür aufzuwendenden Kosten auch von den Stromverbrauchern erbracht werden. Jedoch finde ich es absolut ärgerlich - vielmehr es macht mich wütend - wie dieses dank unserer jetzigen Bundesregierung, wieder einmal von statten geht.
Die Erstfassung des Erneuerbaren Energie Gesetz von 2003  ermöglichte stromintensiven Unternehmen eine Ausnahme von der EEG-Steuer. Solange es nur wenige Unternehmen waren, die nachweislich durch diese Abgabe im weltweiten Konkurrenzkampf benachteiligt gewesen wären, war dies hinnehmbar. Jedoch wurde diese Ausnahmeregelung zwischenzeitlich und erst recht in der 2012 Neufassung des Gesetzes immer weiter aufgeweicht. So melden anscheinend für 2013 über 2000 Unternehmen Bedarf an, darunter Schlachtbetriebe, Straßenbahnen oder Lebensmittelproduzenten.
Hier eine Übersicht der von der Netzumlage befreiten Unternehmen.
Damit kommt die EEG-Abgabe eine immer größere sozialökonomische Schieflage. Die Last für den privaten Stromverbraucher, kleine Firmen oder nicht so stromintensive Industrien steigt mit der steigengen Ausnahmenzahl immer weiter an.
"Zugespitzt heißt das: Auch Hartz-IV-Empfänger subventionieren über den Strompreis die Großindustrie."
Noch ärgerlicher finde ich dann auch, dass um diese Ausnahmevorgaben zu erreichen auch noch ein anderes Ziel der Energiewende das Stromeinsparen ad absurdum geführt wird, durch sinnlose Stromverschwendung zur Erreichung der erforderlichen Stromverbrauchsmenge.
Von der Politik ist zu dieser Kritik oder Anzeichen für eine Änderung kaum etwas zu vernehmen. Der Bundesregierung geht es um ihre Lobbygruppen und die SPD ist still, denn sie hatte damals diese Ausnahmen mit ins Gesetz aufnehmen lassen. Und auch die Grünen sind auffallend still, geht es doch um ihr Projekt, dass mit Absegnung des geänderten Gesetzes endlich wieder vom Eis ist.
So liegt es also wieder mal am BVerfG, dass wohl bald über eine Verfassungsbeschwerde von drei Unternehmen aus der Textilbranche gegen die EEG-Umlage entscheiden muss, und engagierten Bürgern, die eine Online-Petition gegen die Erweiterung der Besonderen Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen ins Leben gerufen haben.
Auch wenn ich so einer Petition keine große Chancen für eine Wirkung auf unsere Politik einräume, so kann man dieser gegenüber wenigstens Flagge zeigen, dass es so nicht geht.
Zeichnet mit:
Online-Petition: Streichung der Erweiterung der besonderen Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen 
Oct 12

Tafeln

Ein interessanter Kommentar von Heribert Prantl zu dem Phämonen boomender Einrichtungen: Den Tafeln.
Es wäre eine Katastrophe, wenn es die "Tafeln" nicht mehr gäbe. Aber es ist noch eine viel größere Katastrophe, dass es sie in unserem reichen Land geben muss. Ein Staat, der tausend Tafeln braucht, ist kein guter Sozialstaat.
Oct 9

Sag mir wo meine Daten sind? Wo sind sie geblieben...?

...in leichter Abwandlung an Pete Seegers Song "Where have all the flowers gone" zu einem anderen ernsten Thema:

Über das große Datenanhäufen der privaten Datenbanken, Direktmarketingfirmen, Auskunfteien und Scoringfirmen gibt es einen guten Artikel von Barbara Junge im Tagesspiegel und auf Zeit-Online. Es ist schon erschreckend, dass man, trotz dass man versucht Datensparsamkeit durch z.B. den Verzicht auf "payback" oder möglichst bewusster Nutzung sozialer Dienste, immer besser an anderer Stelle durchleuchtet wird. Und wie man im Artikel liest auch nicht viel dagegen unternehmen kann.
Und nicht nur das. Auch werden durch diese Daten und dort genutzen Algorythmen und Scores unsere finanziellen und ggf. auch gesellschaftlichen Möglichkeiten beeinflusst, ohne dass man weiß auf welche Weise diese zustande gekommen sind. Nicht alles ist dabei schlecht, wenn sich Unternehmen durch diese Informationen z.B. vor Zahlungsausfällen schützen wollen. Aber wenn sich Kreditzinsen verschlechtern weil man in der falschen Gegend wohnt oder der neue Handyvertrag grundlos verweigert wird, obwohl alle Recnungen bezahlt sind, hat dies schon negative Auswirkungen auf die eigenen Lebensumstände. Das Direktmarketing ist dann nur noch ein kleineres Übel.
Die Autorin merkt in dem Artikel an, dass es bisher noch nicht gelungen ist Offlinewelt bzw. -datensammlung und die Daten aus den Onlineidentitäten zu verbinden. Aber das scheint auch nur noch eine Frage der Zeit...
Das Grundrecht auf eine digitale Intimsphäre wird bisher nur auf Regierungshandeln bezogen. Noch blickt die kritische Öffentlichkeit vor allem auf den Staat. Mit persönlichen Daten in der Privatwirtschaft gehen die meisten dagegen deutlich unvorsichtiger um. Dabei sind es heute Firmen wie die Schufa oder Schober, Arvato Infoscore oder Amazon, in deren Archiven unsere Daten gehortet werden. Und es sind inzwischen Google oder Facebook, die in unsere digitale Intimsphäre eindringen. Jeder sollte sich sehr genau bewusst sein: Unsere Daten sind ein wichtiger ökonomischer Faktor auf einem gigantischen Markt.
Ein Thema was man also weiter aufmerksam und kritisch verfolgen sollte!
In den Kommentaren gibt es auch Hinweise auf weitere private Datensammler und es wird auch auf einen interessanten Aufsatz von Thilo Weichert zu heutigen Überwachungsszenarien, Datenschutz und Orwells Visionen verwiesen
Jun 15

Niedriger Stundenlohn für Teilzeitkräfte

Vor ein paar Tagen bin ich auf eine interessante Studie gestoßen. Aus einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung geht hervor, dass Teilzeitbeschäftigte, auch solche mit gleicher Qualifikation, in der Regel mit einem geringeren Stundenlohn wie Vollzeitbeschäftigte rechnen müssen.

Während im Osten des Landes die Differenz bei den Stundenlöhnen zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten geringer ausfällt, müssen teilzeitbeschäftigte Frauen im Westen im Schnitt mit 2,50 Euro und Männer sogar mit einem noch größeren Abschlag rechnen. Dazu kommt dann noch, dass die Spanne der Stundenlöhne bei Teilzeit viel größer ausfällt wie für Vollzeitjobs.

Die zu Grunde liegenden Zahlen der WSI-Studie basieren aus 2007. Zu Heute hat sich da wohl nicht viel verändert. Wohl eher noch verschlechtert, wenn ich mich da so an ein paar 400 Euro-Jobangebote erinnere. Z.B. jenes für eine Buchhaltungskraft, natürlich mit weitreichenden Kenntnissen, mit geforderten mindestens 15 Stunden/Woche. Der dabei herauskommende Stundenlohn ist ja wohl indiskutabel.

Aber anscheinend kann man es ja heute so machen. Denn neben der Zeitarbeit wächst der Bereich der Teilzeitarbeit immer weiter. Neben denjenigen die aus purer Not in Teilzeit arbeiten müssen, ist Teilzeit natürlich trotz allem interessant und wichtig, vor allem für diejenigen, die aus familiären Gründen, für Kindererziehung oder Pflege, die Arbeitszeit reduzieren wollen bzw. müssen. Nur muss sich da in der Gesellschaft bzw. vor allen bei den Personalern auch noch so einiges ändern, andernfalls wird Teilzeit, selbst nur für eine gewisse Zeit geplant, zur Karrierebremse.

Die Stundenlohnabschläge betreffen vor allem Teilzeitbeschäftige mit weniger als 15 Stunden/Woche, worunter sich meistens 400 Euro-Jobs befinden. Dazu kommt noch, dass die Arbeitgeber für Minijobs zwar pauschal Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abführen, die Beschäftigen davon im Krankheitsfall nichts und in der Rentenversicherung nur minimal etwas davon haben. Wenn sich an dieser Situation - immer mehr Menschen, die mit solch einer geringfügigen Beschäftigung arbeitsmarktbedingt auskommen müssen, die Stundenlohnabschläge und die Nachteile in der Sozialversicherung - politisch nichts ändert, wird dies dazu führen, dass in Zukunft immer mehr Bürger in die Altersarmut rutschen und die Sozialversicherungssysteme weiter ausgehöhlt werden.

About emka


Search Blog

Get Updates

Tags