"Zugespitzt heißt das: Auch Hartz-IV-Empfänger subventionieren über den Strompreis die Großindustrie."
"Zugespitzt heißt das: Auch Hartz-IV-Empfänger subventionieren über den Strompreis die Großindustrie."
Es wäre eine Katastrophe, wenn es die "Tafeln" nicht mehr gäbe. Aber es ist noch eine viel größere Katastrophe, dass es sie in unserem reichen Land geben muss. Ein Staat, der tausend Tafeln braucht, ist kein guter Sozialstaat.
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Zur Zeit ist ja die US-amerikanische Schuldenpolitik und die drohende Zahlungsunfähigkeit der USA ein stark im Blickpunkt stehendes Thema. Dazu gibt es dann auch, wie immer, viele Grafiken und Diagramme. Es wird von Milliarden und Billionen US-Dollar gesprochen. Doch wie sieht so eine Summe eigentlich aus? Auf usdebt.kleptocracy.us werden uns diese Geldsummen anhand von 100 Dollar-Scheinen visualisiert. Spannend! |
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Vor ein paar Tagen bin ich auf eine interessante Studie gestoßen. Aus einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung geht hervor, dass Teilzeitbeschäftigte, auch solche mit gleicher Qualifikation, in der Regel mit einem geringeren Stundenlohn wie Vollzeitbeschäftigte rechnen müssen. Während im Osten des Landes die Differenz bei den Stundenlöhnen zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten geringer ausfällt, müssen teilzeitbeschäftigte Frauen im Westen im Schnitt mit 2,50 Euro und Männer sogar mit einem noch größeren Abschlag rechnen. Dazu kommt dann noch, dass die Spanne der Stundenlöhne bei Teilzeit viel größer ausfällt wie für Vollzeitjobs.Die zu Grunde liegenden Zahlen der WSI-Studie basieren aus 2007. Zu Heute hat sich da wohl nicht viel verändert. Wohl eher noch verschlechtert, wenn ich mich da so an ein paar 400 Euro-Jobangebote erinnere. Z.B. jenes für eine Buchhaltungskraft, natürlich mit weitreichenden Kenntnissen, mit geforderten mindestens 15 Stunden/Woche. Der dabei herauskommende Stundenlohn ist ja wohl indiskutabel.Aber anscheinend kann man es ja heute so machen. Denn neben der Zeitarbeit wächst der Bereich der Teilzeitarbeit immer weiter. Neben denjenigen die aus purer Not in Teilzeit arbeiten müssen, ist Teilzeit natürlich trotz allem interessant und wichtig, vor allem für diejenigen, die aus familiären Gründen, für Kindererziehung oder Pflege, die Arbeitszeit reduzieren wollen bzw. müssen. Nur muss sich da in der Gesellschaft bzw. vor allen bei den Personalern auch noch so einiges ändern, andernfalls wird Teilzeit, selbst nur für eine gewisse Zeit geplant, zur Karrierebremse.Die Stundenlohnabschläge betreffen vor allem Teilzeitbeschäftige mit weniger als 15 Stunden/Woche, worunter sich meistens 400 Euro-Jobs befinden. Dazu kommt noch, dass die Arbeitgeber für Minijobs zwar pauschal Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abführen, die Beschäftigen davon im Krankheitsfall nichts und in der Rentenversicherung nur minimal etwas davon haben. Wenn sich an dieser Situation - immer mehr Menschen, die mit solch einer geringfügigen Beschäftigung arbeitsmarktbedingt auskommen müssen, die Stundenlohnabschläge und die Nachteile in der Sozialversicherung - politisch nichts ändert, wird dies dazu führen, dass in Zukunft immer mehr Bürger in die Altersarmut rutschen und die Sozialversicherungssysteme weiter ausgehöhlt werden. |
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Auf Zeit-online habe ich eine Kolumme von Peer Steinbrück gefunden, in der er sich über die größere werdende Spaltung auf dem Arbeitsmarkt auslässt.
Das Zitat umfasst den ersten Abschnitt. Quergelesen klingt das sehr fein, etwas kritischer betrachtet, doch eher etwas pauschalisiert. Insgesamt gesehen handelt es sich hier um eine Analyse mit wohlfeilen Worten. Mehr aber auch nicht. Man findet hier nichts Neues, was nicht auch schon viel früher woanders, wie z.B. auf den Nachdenkseiten erkannt wurde. Und typisch Politiker, wo sind die Lösungsansätze? Oder möchte man sich nur in Stellung bringen für höhere Ämter? |
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Die Bundesregierung hat sich doch noch geeinigt und nun den Atomausstieg beschlossen. Von Opposition und Umweltverbänden kommt natürlich gleich wieder Kritik. Wie berechtigt diese ist, wird sich wohl noch zeigen, inwieweit die Regierung, nach Festlegung der Eckpunkte des Atomausstiegs, der Atomindustrie bzw. den Energieriesen die für sie bittere Pille noch versüßt. Bildquelle: Windgeist Und was macht unsere deutsche (Groß-)Industrie, allen voran mit ihrem Dachverband BDI? Natürlich erst einmal jammern und schimpfen, da ihr - damit meine ich die Großkonzerne - nun ein angenehmes Geschäftsmodell/-feld (möglicherweise) abhanden kommt.In der SZ habe ich dazu gestern einen interessanten Kommentar von Patrick Illinger gelesen, der meiner Meinung nach eine richtige Antwort darauf gibt. Zwar ist mir der Kommentator etwas zu sehr auf die Photovoltaik festgelegt, aber die Aussage stimmt. Die mit dem Atomausstieg nun einsetzende Energiewende ist nicht als Rückschlag zu sehen, sondern vielmehr als Chance! Eine Chance, die vor allem auch für den Mittelstand besteht, der in der Regel flexiber und innovativer auf eine solche Entwicklung reagieren kann. Werden zudem die richtigen politischen Schritte gemacht - damit meine ich keine übermäßige Subventionierung, sondern die Setzung von vernünftigen Rahmenbedingungen - bietet die Energiewende großes Potential für neue technische Entwicklungen, weitere Investitionen und damit auch entstehende Arbeitsplätze. Zusätzlich wird durch neue Marktteilnehmer auch der Wettbewerb im Energiemarkt wieder angeregt, was uns als Bürger und Verbraucher vermutlich später auch wieder zu Gute kommen wird. |
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Georg Schramm hat den Ehrenpreis beim Kleinkunstpreis von Baden-Wüttemberg erhalten und vor den geladenen Gästen eine "Dankesrede" gehalten. Es scheint wohl einigen Gästen wie Veranstaltern aufgestoßen zu sein dabei den Spiegel vorgehalten bekommen zu haben... Ein Bericht der Badischen Zeitung und dazu auch die interessanten Kommentare. Die Rede selbst lässt sich bei you tube abrufen.
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