emka's Notizblo(g)ck

(M)ein Sammelsurium und Notizen aus dem großen Fundus des WWW
Nov 5

Wo im Internet die Freiheit endet

Und noch ein lesenswerter Artikel auf sueddeutsche.de in dem es um Freiheit und Transparenz geht sowie um die Lenkung der selben durch die großen Netzkonzerne.

Wo im Internet die Freiheit endet

Ein treffendes Zitat daraus, treffend für die reale, wie auch die digitale Welt und über das es gilt nachzudenken:

"Das gehört auch zur Freiheit dazu: Sie ist eine fortwährende Zumutung. Sie verlangt aktives Mitdenken und Verhalten, und sie macht Mühe. Freiheit kommt nicht von nichts. Sie kommt davon, dass Menschen für sie streiten und kämpfen -
auch im Netz."
Nov 3

Gläserner Bürger .... na und?

Nach dem schnellen Zurückrudern (zumindest in Deutschland) von Telefonica nach der Ankündigung Kunden- bzw. Standortdaten zu Geld zu machen, findet sich auf sueddeutsche.de eine - aus meiner Sicht - sehr treffende Beschreibung über ähnliche Aktionen und die Reaktion der Gesellschaft oder besser der mit Internet und Handy/Smartphone aufgewachsenen Generationen darauf.

Verkauf von Kundendaten - Der gläserne Bürger hat seinen Schrecken verloren

Oct 15

Petition gegen die Ausweitung der Ausgleichregelung für "stromintensive" Unternehmen beim EEG

Als Befürworter der Energiewende bin ich dafür bzw. sehe ein, dass für den von der Mehrheit gewünschten Wandel die dafür aufzuwendenden Kosten auch von den Stromverbrauchern erbracht werden. Jedoch finde ich es absolut ärgerlich - vielmehr es macht mich wütend - wie dieses dank unserer jetzigen Bundesregierung, wieder einmal von statten geht.
Die Erstfassung des Erneuerbaren Energie Gesetz von 2003  ermöglichte stromintensiven Unternehmen eine Ausnahme von der EEG-Steuer. Solange es nur wenige Unternehmen waren, die nachweislich durch diese Abgabe im weltweiten Konkurrenzkampf benachteiligt gewesen wären, war dies hinnehmbar. Jedoch wurde diese Ausnahmeregelung zwischenzeitlich und erst recht in der 2012 Neufassung des Gesetzes immer weiter aufgeweicht. So melden anscheinend für 2013 über 2000 Unternehmen Bedarf an, darunter Schlachtbetriebe, Straßenbahnen oder Lebensmittelproduzenten.
Hier eine Übersicht der von der Netzumlage befreiten Unternehmen.
Damit kommt die EEG-Abgabe eine immer größere sozialökonomische Schieflage. Die Last für den privaten Stromverbraucher, kleine Firmen oder nicht so stromintensive Industrien steigt mit der steigengen Ausnahmenzahl immer weiter an.
"Zugespitzt heißt das: Auch Hartz-IV-Empfänger subventionieren über den Strompreis die Großindustrie."
Noch ärgerlicher finde ich dann auch, dass um diese Ausnahmevorgaben zu erreichen auch noch ein anderes Ziel der Energiewende das Stromeinsparen ad absurdum geführt wird, durch sinnlose Stromverschwendung zur Erreichung der erforderlichen Stromverbrauchsmenge.
Von der Politik ist zu dieser Kritik oder Anzeichen für eine Änderung kaum etwas zu vernehmen. Der Bundesregierung geht es um ihre Lobbygruppen und die SPD ist still, denn sie hatte damals diese Ausnahmen mit ins Gesetz aufnehmen lassen. Und auch die Grünen sind auffallend still, geht es doch um ihr Projekt, dass mit Absegnung des geänderten Gesetzes endlich wieder vom Eis ist.
So liegt es also wieder mal am BVerfG, dass wohl bald über eine Verfassungsbeschwerde von drei Unternehmen aus der Textilbranche gegen die EEG-Umlage entscheiden muss, und engagierten Bürgern, die eine Online-Petition gegen die Erweiterung der Besonderen Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen ins Leben gerufen haben.
Auch wenn ich so einer Petition keine große Chancen für eine Wirkung auf unsere Politik einräume, so kann man dieser gegenüber wenigstens Flagge zeigen, dass es so nicht geht.
Zeichnet mit:
Online-Petition: Streichung der Erweiterung der besonderen Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen 
Oct 13

Jobcenterleaks

gerade drüber gestolpert:

www.jobcenterleaks.de
Oct 12

Tafeln

Ein interessanter Kommentar von Heribert Prantl zu dem Phämonen boomender Einrichtungen: Den Tafeln.
Es wäre eine Katastrophe, wenn es die "Tafeln" nicht mehr gäbe. Aber es ist noch eine viel größere Katastrophe, dass es sie in unserem reichen Land geben muss. Ein Staat, der tausend Tafeln braucht, ist kein guter Sozialstaat.
Oct 6

Everywhere on

Mit dem Smartphone always on...auch auf der Toilette?
Was Studien so alles untersuchen...

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[Quelle:] viralblog.com
Nov 17

Erschreckend...

Erschreckend finde ich die sich immer weiter verfeinernden Ergebnisse und Entwicklungen der Gesichtserkennung

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Quelle: CC BY-NC-SA madeleine la belle

Ein interessanter Artikel dazu bei Spiegel Online. Hierbei geht es "nur" um Marktforschung bzw. Werbung. Spinnt man es mal weiter mit Verknüpfungsmöglichkeiten (Stichwort: Gesichtserkennung bei Facebook) und/oder staatlicher Neugier, kommen erschreckende Aussichten auf uns zu.

Jun 15

Niedriger Stundenlohn für Teilzeitkräfte

Vor ein paar Tagen bin ich auf eine interessante Studie gestoßen. Aus einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung geht hervor, dass Teilzeitbeschäftigte, auch solche mit gleicher Qualifikation, in der Regel mit einem geringeren Stundenlohn wie Vollzeitbeschäftigte rechnen müssen.

Während im Osten des Landes die Differenz bei den Stundenlöhnen zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten geringer ausfällt, müssen teilzeitbeschäftigte Frauen im Westen im Schnitt mit 2,50 Euro und Männer sogar mit einem noch größeren Abschlag rechnen. Dazu kommt dann noch, dass die Spanne der Stundenlöhne bei Teilzeit viel größer ausfällt wie für Vollzeitjobs.

Die zu Grunde liegenden Zahlen der WSI-Studie basieren aus 2007. Zu Heute hat sich da wohl nicht viel verändert. Wohl eher noch verschlechtert, wenn ich mich da so an ein paar 400 Euro-Jobangebote erinnere. Z.B. jenes für eine Buchhaltungskraft, natürlich mit weitreichenden Kenntnissen, mit geforderten mindestens 15 Stunden/Woche. Der dabei herauskommende Stundenlohn ist ja wohl indiskutabel.

Aber anscheinend kann man es ja heute so machen. Denn neben der Zeitarbeit wächst der Bereich der Teilzeitarbeit immer weiter. Neben denjenigen die aus purer Not in Teilzeit arbeiten müssen, ist Teilzeit natürlich trotz allem interessant und wichtig, vor allem für diejenigen, die aus familiären Gründen, für Kindererziehung oder Pflege, die Arbeitszeit reduzieren wollen bzw. müssen. Nur muss sich da in der Gesellschaft bzw. vor allen bei den Personalern auch noch so einiges ändern, andernfalls wird Teilzeit, selbst nur für eine gewisse Zeit geplant, zur Karrierebremse.

Die Stundenlohnabschläge betreffen vor allem Teilzeitbeschäftige mit weniger als 15 Stunden/Woche, worunter sich meistens 400 Euro-Jobs befinden. Dazu kommt noch, dass die Arbeitgeber für Minijobs zwar pauschal Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abführen, die Beschäftigen davon im Krankheitsfall nichts und in der Rentenversicherung nur minimal etwas davon haben. Wenn sich an dieser Situation - immer mehr Menschen, die mit solch einer geringfügigen Beschäftigung arbeitsmarktbedingt auskommen müssen, die Stundenlohnabschläge und die Nachteile in der Sozialversicherung - politisch nichts ändert, wird dies dazu führen, dass in Zukunft immer mehr Bürger in die Altersarmut rutschen und die Sozialversicherungssysteme weiter ausgehöhlt werden.

May 31

Soziale Spaltung gefährdet die Demokratie

Auf Zeit-online habe ich eine Kolumme von Peer Steinbrück gefunden, in der er sich über die größere werdende Spaltung auf dem Arbeitsmarkt auslässt.

"Für Konservative ist schwer zu verstehen, dass manches verändert werden muss, wenn vieles von dem erhalten werden soll, was sich bewährt hat und einer Gesellschaft im Wandel Halt gibt. Radikalliberale mit einem Hang zur Diskreditierung staatlicher Aktivitäten fremdeln mit der Logik, dass erst ein handlungsfähiger Staat über öffentliche Leistungen und Regelsetzungen die Grundlagen schafft, auf denen sich einzelwirtschaftliche Interessen ohne selbstzerstörerische Tendenz entfalten können. Ihnen leuchtet auch nur schwerlich ein, dass Freiheit ohne sozialen Ausgleich und intakte staatliche Institutionen gefährdet ist, weil die Zügellosigkeit einiger die Freiheit vieler einschränkt und eine krasse Wettbewerbsgesellschaft ihre Verlierer auf die Barrikaden treiben kann. Sozialdemokraten wiederum vergessen gelegentlich, dass erst erwirtschaftet werden muss, was anschließend verteilt werden kann. Und einigen wohlsituierten Anhängern der Ökologiebewegung leuchtet es nur schwerlich ein, dass erfolgreicher Umwelt- und Klimaschutz technologisches Know-how und industrielle Kapazitäten voraussetzt."

Das Zitat umfasst den ersten Abschnitt. Quergelesen klingt das sehr fein, etwas kritischer betrachtet, doch eher etwas pauschalisiert. Insgesamt gesehen handelt es sich hier um eine Analyse mit wohlfeilen Worten. Mehr aber auch nicht. Man findet hier nichts Neues, was nicht auch schon viel früher woanders, wie z.B. auf den Nachdenkseiten erkannt wurde. Und typisch Politiker, wo sind die Lösungsansätze? Oder möchte man sich nur in Stellung bringen für höhere Ämter?

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