|
Auf Zeit-online habe ich eine Kolumme von Peer Steinbrück gefunden, in der er sich über die größere werdende Spaltung auf dem Arbeitsmarkt auslässt.
"Für Konservative ist schwer zu verstehen, dass manches verändert werden muss, wenn vieles von dem erhalten werden soll, was sich bewährt hat und einer Gesellschaft im Wandel Halt gibt. Radikalliberale mit einem Hang zur Diskreditierung staatlicher Aktivitäten fremdeln mit der Logik, dass erst ein handlungsfähiger Staat über öffentliche Leistungen und Regelsetzungen die Grundlagen schafft, auf denen sich einzelwirtschaftliche Interessen ohne selbstzerstörerische Tendenz entfalten können. Ihnen leuchtet auch nur schwerlich ein, dass Freiheit ohne sozialen Ausgleich und intakte staatliche Institutionen gefährdet ist, weil die Zügellosigkeit einiger die Freiheit vieler einschränkt und eine krasse Wettbewerbsgesellschaft ihre Verlierer auf die Barrikaden treiben kann. Sozialdemokraten wiederum vergessen gelegentlich, dass erst erwirtschaftet werden muss, was anschließend verteilt werden kann. Und einigen wohlsituierten Anhängern der Ökologiebewegung leuchtet es nur schwerlich ein, dass erfolgreicher Umwelt- und Klimaschutz technologisches Know-how und industrielle Kapazitäten voraussetzt."
Das Zitat umfasst den ersten Abschnitt. Quergelesen klingt das sehr fein, etwas kritischer betrachtet, doch eher etwas pauschalisiert. Insgesamt gesehen handelt es sich hier um eine Analyse mit wohlfeilen Worten. Mehr aber auch nicht. Man findet hier nichts Neues, was nicht auch schon viel früher woanders, wie z.B. auf den Nachdenkseiten erkannt wurde. Und typisch Politiker, wo sind die Lösungsansätze? Oder möchte man sich nur in Stellung bringen für höhere Ämter?
|